17. September 2026 | Redaktion

Soziale Kontakte: Warum sie für die Gesundheit wichtig sind

Freunde treffen, mit den Nachbarn plaudern, gemeinsam essen, im Verein aktiv sein oder einfach jemanden haben, den man im Notfall anrufen kann: Solche Dinge werden meist der Lebensqualität zugerechnet, während körperliche Gesundheit eher mit Bewegung, Ernährung, Blutdruck oder Vorsorge verbunden wird. Diese Trennung ist jedoch künstlicher, als sie auf den ersten Blick erscheint. Soziale Beziehungen hängen in zahlreichen Untersuchungen auch mit körperlichen Gesundheitsmerkmalen und der Lebenserwartung zusammen. Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet soziale Verbundenheit inzwischen ausdrücklich als wichtigen Gesundheitsfaktor und verbindet eine geringe soziale Einbindung beziehungsweise chronische Einsamkeit unter anderem mit erhöhten Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Typ-2-Diabetes und vorzeitige Sterblichkeit. Das bedeutet nicht, dass ein fehlender Kaffeetermin eine Krankheit verursacht oder viele Freunde automatisch vor einem Herzinfarkt schützen. Vielmehr scheinen soziale Beziehungen über verschiedene biologische und alltägliche Wege mit unserer Gesundheit verbunden zu sein.

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